Kinderbetreuung in Hünfelden

K1024 20160302 Kita Neesbach 2Am 02.03.2016 konnte Sebastian Lindener zahlreiche Mitstreiter der SPD Hünfelden zu einem Informationsgespräch zum Thema Kinderbetreuung in der Kita Neesbach begrüßen. Mit dem Landtagsabgeordneten Tobias Eckert, Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer, der Kita Leiterin Anita Dörner und Ingrid Schmid von der Gemeindeverwaltung waren äußerst fachkundige Personen anwesend. Seit den letzten Besichtigungen in der Phase vor dem Umbau und der Wiedereröffnung 2014 nach einer grundlegenden Sanierung und Erweiterung zeigt sich die Kita Neebach nun in einem anderen Gesicht. Investiert wurden 1,4 Millionen Euro. 300 000 Euro davon konnten durch einen Bundeszuschuss  gedeckt werden. Man spürt nun das „Leben“ im Haus ist, so Lindner.

Auf einem Rundgang gab Frau Dörner einen Rückblick auf die Geschichte des Gebäudes von der alten Dorfschule über den Kindergarten bis zur heutigen Kita. Gruppenräume, Schlafräume, eine Kreativecke, Multifunktionsräume und ein ansprechendes Außengelände konnte sie stolz vorzeigen.

K1024 20160302 Kita Neesbach 3Silvia Scheu-Menzer informierte im anschließenden Gespräch über die Kinderbetreuungseinrichtungen in Hünfelden. Mit vier kommunalen Einrichtungen und drei unter kirchlicher Trägerschaft steht die Gemeinde gut da. Alle Einrichtungen verfügen zusammen über eine Rahmenkapazität von 457 Plätzen, davon 36 Krippenplätze. Die Gemeinde beschäftigt insgesamt 43 Personen davon 29 pädagogische Kräfte. Die jährlichen Gesamtkosten belaufen sich auf ca.1,1Mio Euro. Das Land beteiligt sich mit rund 33%, die Eltern mit 20%. Die Kirchen finanzieren ca. 15% in ihren Einrichtungen sodass der Gemeindeanteil insgesamt bei fast 40% der Gesamtkosten liegt.

Ingrid Schmid berichtet über die organisatorischen Schwierigkeiten durch das Kinderförderungsgesetz. Es ist schwierig die Abdeckung zu gewährleisten. Durch geschickte Verteilung und durch die Anstellung von Erzieherinnen im Anerkennungsjahr gelingt es ihr immer wieder den Anforderungen nachzukommen. Qualifiziertes Personal, das auch als solches anerkannt ist, sei auf dem leeren Markt schwierig zu finden, so Ingrid Schmid. Durch die Kooperation mit den Fachschulen in der näheren Umgebung werden immer wieder kurzfristige Lösungen gefunden. Das Kifög ist nicht zu leben wenn man es regelgerecht anwendet“ ist ihr Urteil.

K1024 20160302 Kita Neesbach 5Das ist auch das Thema welches  Tobias Eckert umtreibt. Es ist problematisch die Zahlen am Stichtag darzustellen und damit richtig zu planen. Nach dem Kifög rechnen sich jedoch nur voll ausgelastete Kindergärten. Man treibt die Einrichtungen in einen Konkurrenzkampf den keiner gewinnen kann. Generell wäre es kein Problem die Eltern von den Kita Gebühren zu befreien. Das Geld ist vorhanden es wird derzeit jedoch falsch verteilt. 440Mio Euro erwartet das Land Hessen aus der Umverteilung des kommunalen Finanzausgleichs bis 2020. Damit wäre es leicht Kitas für Eltern gebührenfrei zu machen, in dem man den Elternanteil (hessenweit ca. 65Mio€) übernimmt und die Gelder direkt an die Träger auszahlt. Das ist besser als das Kindergeld um 10€ zu erhöhen, denn mit der Gebühren-befreiung trifft man direkt die richtige Stelle. Im Moment passen Familie und Beruf nicht zusammen, so Eckert. Halbtagsjobs für Frauen sind nicht lukrativ wenn ein Großteil des Gehalts für Kinderbetreuung und Fahrtkosten drauf geht.