SPD-Hünfelden unterstützt Schule und RSV Dauborn
„Wir wollen uns zunächst einmal gründlich informieren,“ so die Hünfeldener SPD-Vorsitzende Hildegard Pfaff. Bisher seien die gemeindlichen Gremien noch nicht mit dem vom RSV Dauborn gewünschten Kleinspielfeld befasst gewesen. Umso wichtiger sei es nun, die Lage genau erläutert zu bekommen, weshalb die SPD um ein Gespräch vor Ort mit Vertretern der Schule und des RSV Dauborn gebeten hat.
Für die Freiherr-Stein-Schule betonte Schulleiter Roßbach die gute Zusammenarbeit zwischen Verein und Schule. Konkret liegt der Schule daran, den bisherigen roten Ascheplatz unterhalb der Schulturnhalle „loszuwerden“. Dieser ist für den Sportbetrieb nicht mehr geeignet, wird aber notgedrungen weiter genutzt. Staub und Steine des Platzes werden daher in das Schulgebäude getragen. Für den Sportunterricht wäre ein Kleinsportfeld eine Bereicherung, das zusätzlich zu den beengten Hallenkapazitäten genutzt werden könnte. Hier ist die Schule seit vielen Jahren in der unangenehmen Situation, von drei geplanten Wochenstunden nur zwei Sportstunden erteilen zu können.
„Die Schule und der RSV sind direkte Nachbarn. Aus dieser einmaligen Situation kann ein Projekt entstehen, von dem beide Partner profitieren,“ so der Fraktionsvorsitzende Dirk Crass. So könne die Schule bis zum Nachmittag ein solches Spielfeld für ihren Sportunterricht nutzen und anschließend bis in den späten Abend der Verein.
Herr Schäfer skizzierte für den RSV die beengten Verhältnisse des Vereins. So teilen sich derzeit neun Jugend- und fünf Seniorenmannschaften den Sportplatz. Als Ausweichmöglichkeit eignet sich der bestehende Bolzplatz aufgrund der erhöhten Verletzungsgefahr nicht. Der stetig anhaltende Zulauf von Jugendlichen, derzeit werden 150 Jugendliche betreut, verschärft dabei den Platzmangel. Daher ist dem RSV an einer möglichst kurzfristigen Lösung gelegen.
Wie diese Lösung nun aussieht, ist jedoch noch offen. So haben sich beide Partner, Schule und RSV, bezüglich des Standortes eines Kleinspielfeldes ausdrücklich kompromissbereit erklärt. So kommt neben dem bisherigen Bolzplatz unterhalb der Mehrzweckhalle auch das Gelände unterhalb der Schulturnhalle für ein neues Kleinsportfeld in Betracht.
„Wir unterstützen grundsätzlich das Anliegen der Schule und des RSV“, so Hildegard Pfaff für die Hünfeldener SPD. „Wir streben eine Lösung an, die sowohl den Belangen der Schule und dem RSV Rechnung trägt“, so Pfaff weiter.
Als nächsten Schritt auf dem Weg zu einer einvernehmlichen Lösung wünschen sich die Hünfeldener Sozialdemokraten, dass die Gemeinde alle Alternativen prüft und die jeweiligen Kosten ermittelt. Hierzu gehört die Prüfung eines Kleinspielfeldes an der Stelle des bisherigen Bolzplatzes und alternativ dazu unterhalb der Schulturnhalle auf dem Gelände der Schule. Aufgrund der bisher auf 240.00 Euro bezifferten Maßnahme, sollte auch die „große Lösung“ zumindest geprüft werden. Hierunter wäre dann ein Allwettersportplatz unmittelbar an der Freiherr-vom-Stein Schule zu verstehen. Entscheidend sind hier jedoch letztlich das jeweilige Finanzierungskonzept.
Im Hinblick auf die Finanzierung ist auch zu prüfen, inwieweit der Landkreis Limburg-Weilburg bereit ist, sich als Schulträger zu beteiligen und ob weitere Finanzpartner, wie das Land Hessen oder Stiftungen in Frage kommen können. Dazu kündigte Hildegard Pfaff an, Gespräche mit dem hessischen Innenministerium führen zu wollen.
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